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Sehnerv

Glaukom (Grüner Star)

Eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs – oft lange ohne Beschwerden.

Simulation: So kann sich das Gesichtsfeld bei fortgeschrittenem Glaukom von außen her einengen.
Simulation: So kann sich das Gesichtsfeld bei fortgeschrittenem Glaukom von außen her einengen. · Bild: National Eye Institute (NIH)

Überblick

Beim Glaukom (Grüner Star) wird der Sehnerv geschädigt – häufig, aber nicht immer, durch einen erhöhten Augeninnendruck. Die dabei entstehenden Ausfälle im Gesichtsfeld sind nicht wieder rückgängig zu machen.

Das Tückische: Die häufige chronische Form verläuft über Jahre schleichend und ohne Schmerzen. Deshalb ist die regelmäßige Früherkennung so wichtig – je früher das Glaukom erkannt wird, desto besser lässt sich das Sehvermögen erhalten.

Symptome

  • Chronisches Glaukom: lange keine Beschwerden
  • Allmählicher Verlust des äußeren Gesichtsfelds, später „Tunnelblick“
  • Akuter Glaukomanfall: plötzliche, sehr starke Augen- und Kopfschmerzen
  • Akut: rotes, hartes Auge, verschwommenes Sehen, Farbringe um Lichtquellen
  • Akut: Übelkeit und Erbrechen

Ursachen & Risikofaktoren

  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Lebensalter über 40 Jahre
  • Glaukom in der Familie (erbliche Veranlagung)
  • Starke Kurzsichtigkeit, Diabetes, Durchblutungsstörungen
  • Langfristige Kortison-Behandlung

Behandlung

Ziel jeder Behandlung ist die dauerhafte Senkung des Augeninnendrucks, um das Fortschreiten aufzuhalten. In der Regel beginnt die Therapie mit drucksenkenden Augentropfen.

Reichen Tropfen nicht aus, kommen eine Lasertherapie oder eine Operation infrage. Entscheidend sind regelmäßige Verlaufskontrollen mit Augeninnendruckmessung, Beurteilung des Sehnervs und Gesichtsfeld- bzw. OCT-Untersuchung.

Beim akuten Glaukomanfall senken wir den Druck zunächst rasch medikamentös und behandeln anschließend die Ursache.

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